Lehrkonzept

Der Unterricht in der Ballettschule KULT orientiert sich an den Richtlinien des Bundesverbandes Tanz Deutschland. Im Sinne dieser Richtlinien liegt der Schwerpunkt in den Klassen der jüngeren Schüler auf der Erarbeitung der Bewegungsgrundformen (u.a. Gehen, Laufen und Hüpfen), sowie auf Haltungs- und Musikalitätsschulung. Die Bewegungsgrundformen und ein gutes Körperbewusstsein bilden die Basis für alle komplexeren Bewegungen im Tanz. Darauf aufbauend richtet sich unser Ballettunterricht nach dem von A.J. Waganowa entworfenen russischen Waganowa-System.

Waganowa-System

Das Waganowa-System ist an staatlichen Hochschulen die wesentliche theoretische Grundlage für die Ballettausbildung. Der Lehrstoff ist an Hochschulen darauf ausgelegt, Kinder ab dem 10. Lebensjahr innerhalb von neun Jahren, bei einer täglichen Unterrichtszeit von 80 Minuten und einem Lehrjahr von 10 Monaten, zu Berufstänzern auszubilden.

Hobbyklassen

Anders als an Hochschulen beginnen die Kinder bei uns bereits mit dem 6. Lebensjahr mit dem Ballettunterricht, besuchen das Training jedoch in der Regel nur ein bis zweimal wöchentlich. Deshalb arbeiten wir mit den Schülern, die das Tanzen nicht zu ihrem Beruf machen möchten, nach einem modifizierten Lehrplan, so dass diese in ihrer Ausbildungszeit je nach individuellen Voraussetzungen die Inhalte bis zum fünften Waganowa-Lehrjahr erreichen können.

Ausbildungsklassen

Im Gegensatz dazu, unterrichten wir In der Vorberuflichen Ausbildung insofern hochschulnah, als dass an einer Berufsausbildung interessierte Kinder nach bestandenem Eignungstest das 5. Waganowa-Lehrjahr mit dem 15. Lebensjahr beenden. So vermitteln wir den Schülern der Ausbildungsklassen durch intensive Trainingsbedingungen (fünfmal wöchentlich) altersgerechte Vorkenntnisse, die einen Wechsel an eine staatliche Hochschule ermöglichen. So konnten wir in den letzten vier Jahren bereits sieben Schüler an Hochschulen vermitteln.